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Antonia und der Reißteufel - die Uraufführung


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Pop-Oper für Kinder und Erwachsene

Musik von Christian Kolonovits
Buch von Angelika Messner
Dirigent: Christian Kolonovits
Regie: Robert Meyer
Ausstattung: Christof Cremer,
Licht: Guido Petzold
Dramaturgie: Helene Sommer

Operation gelungen!“ resümierte die Wiener Zeitung
am 15. Dezember 2009 in der Kritik der Uraufführung
von „Antonia und der Reißteufel“.
In flott gereimter
Alltagssprache, deren Dialoge (Angelika Messner)

aufmerksamen Geistern auch Stoff zum Nachdenken
bieten, wird ein
modernes Märchen rund um Freundschaft,
Herzenswärme und die Kraft
der eigenen Stimme erzählt.“
Der
Kurier jubelte: „Das kommt knallbunt wie ein Zuckerl
auf der Netzhaut an, hat Schwung, Charme, kurzum: die

Portion Action, die Youngsters cool finden.“

Mit der Uraufführung von „Antonia und der Reißteufel“ erlebte ein hoch ambitioniertes Projekt der Volksoper Wien unter Direktor Robert Meyer am 13. Dezember 2009 nach drei Jahren Vorbereitungszeit seinen vorläufigen Höhepunkt. Die Pop-Oper für Kinder und Erwachsene war ein Auftragswerk der Volksoper, das mit der Unterstützung des Wiener Mozartgroschens realisiert wurde, einem Fonds, der im Mozartjahr 2006 zur Finanzierung zeitgenössischer Kompositionen ins Leben gerufen wurde. Der Direktion der Volksoper und den Autoren von „Antonia und der Reißteufel” war es ein Anliegen, eine Oper für Kinder in großem Stil – mit ebenso viel Lust und Opulenz wie Ernsthaftigkeit – auf die Bühne zu bringen. Komponist Christian Kolonovits und Librettistin Angelika Messner: „In einer Stadt, in der Oper für Kinder fast nur an kleinen Spielorten abgehandelt wird, war es uns wichtig, dass Kinder die Magie und den Zauber eines großen Theaters erleben können.“ Direktor Robert Meyer betonte ausdrücklich den hohen Stellenwert dieser Produktion an der Volksoper: „Wir haben an nichts gespart, nicht beim Bühnenbild und nicht bei den Kostümen. Man muss Kindern auf der Bühne etwas bieten.“ Er machte „Antonia und der Reißteufel“ ganz zur Chefsache und führte selbst Regie. „Eine Uraufführung vorzubereiten, ist ein lebendiger und aufregender Prozess, weil man beim Entstehen des Stücks mit dabei ist“, schwärmte Meyer im Vorfeld der Uraufführung. Christof Cremer wurde mit der Ausstattung der Pop-Oper betraut und kreierte märchenhaft-fantastische Figuren, die einen spannenden Kontrast zu seiner klaren, modernen Bühne bilden, die mit allen technischen Raffi nessen eines großen Opernhauses aufwartet. „Antonia und der Reißteufel“ ist ein modernes Märchen, das mit viel Humor von ernsten Dingen erzählt. Der Weg der mutigen Antonia, die sich mit der Hilfe von Freunden aufmacht, um sich selbst und die anderen Kinder aus den Fängen des Reißteufels zu befreien, ist im Grunde ein spiritueller. Christian Kolonovits: „Antonia, die Kinder und der Reißteufel gehen durch die Untiefen der Welt. Der Reißteufel wird dabei wirklich zu einem Teufel. Aber am Ende haben alle ihre Energie wieder gefunden.“ Den Autoren war es wichtig, eine Geschichte zu erzählen, der Kinder mühelos folgen können und die darüber hinaus eine philosophische Dimension enthält und zur Auseinandersetzung reizt. In das märchenhafte Geschehen der Pop-Oper sind Themen wie Missbrauch oder die Frage nach Täter und Opfer eingewoben. Angelika Messner: „Es ging uns nicht darum, schwarz-weiß zu malen. Der Reißteufel ist böse, weil ihm sein Herz gestohlen wurde. Die Kinder lernen aber durch Antonias Kraft, sich abzugrenzen, ,Nein’ zu sagen.“ Am Ende bekommt der Reißteufel sein Herz zurück, die Kinder haben fürs Leben gelernt: „Nie mehr kuschen, die Stimme erheben, sagen, was wir wollen im Leben!“ Spielerisch haben Librettistin und Komponist Motive aus anderen Opern aufgegriffen: Die Urstrumpftante, die am Wissen der Welt strickt, erinnert an die Nornen in Wagners „Ring des Nibelungen“, die gebannten und am Ende befreiten Kinder lassen an Humperdincks „Hänsel und Gretel“ denken. Mit den bösen Kumpanen des Zeitenfressers verkörpern – in bester Zaubertheatertradition – fünf allegorische Figuren abstrakte Ängste und Gefühle und verleihen damit auch ihnen eine Stimme. Es macht Spaß, sich von den vielfältigen Anspielungen überraschen zu lassen und dabei einer völlig neuen Geschichte zu folgen. „Wir wollen den kulturgeschichtlichen Boden, auf dem wir gewachsen sind, an die Kinder weitergeben“, so Kolonovits und Messner. (Inhalt und Text: Helene Sommer)


Dramaturgie Helene Sommer
Musikalische Studienleitung Gerrit Prießnitz
Korrepetition George Frebold
Regieassistenz und Abendspielleitung Karin Schynol-Korbay
Choreographische Mitarbeit Lili Clemente
Inspizienz Michael Weber, Celia Tafaj
Souffl eur Mario Kaiser
Komparserie Judith Leuenberger
Bühnenbildassistenz Denise Rose
Kostümassistenz Anna Granat
Assistent Atelier Christof Cremer Tobias Colz
Notenarchiv Volksoper Wien Margo Reinwein, Florian Wieninger
Notenkopisten Sotto Voce Edition Mathias Zwieauer
Hans Peter Sumereder
Catarina Fassetta
Orchesterwarte Manfred Schaden
Andreas Pasecky
David Kominek
Technische Gesamtleitung Friedemann Klappert
Technische Einrichtung Andreas Tuschl
Technische Mitarbeit Daniel Aigner
Beleuchtung Wolfgang Könnyü
Tontechnik und Multimedia Martin Lukesch
Leitung Kostümabteilung Doris Engl
Leitung Maske Peter Köfl er
Produktionsbetreuung Dekoration Herbert Kienast
Produktionsbetreuung Kostüme Christiane Burkhardt
Dekorations- und Kostümwerkstätten
der Theaterservice GmbH Paul Zündel, Annette Beaufaÿs
Bühnenrechte für die Aufführungen der Volksoper Wien: Volksoper Wien GmbH
Verlag: Sotto Voce Edition
Anfragen Bühnenrechte: info@sotto-voce-edition.com
 

© Copyright 2003 homebase-records, Christian Kolonovits Ges.m.b.H.

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