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AMBROS SINGT MOSER - |
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" Ambros singt Moser - Der alte Sünder "
Moser und Ambros. Der Eine: geborener Wiener mit dem Namen Johann Julier im Taufschein,
der später den Nachnamen seines Lehrers Josef Moser annahm.
Der Andere: geborener Niederösterreicher, der alsbald den Rythmus des Donaustrandes entdeckte
und mit dem ,Kagraner Blues´und lokalem Zungenschlag im Beat die Österreicher aus ihren
Schlagerträumen riss.
Als Wolfgang Ambros ,Der Hofa war´s vom 20er Haus´gesungen hat, da war der Moser aus
dem Haus Ferdinandstrasse 22 im 2. Wiener Gemeindebezirk bereits ausgezogen, ja sogar in
seiner Villa in Hietzing war er nimmer anzutreffen. Der ,Hofa´war 1971, Moser verstarb 1964.
Damals war Wolfgang Ambros 12 Jahre alt. Somit steht eines fest, der wiedergeborene Moser
kann Ambros nicht sein.
Was unterm Strich für beide gilt, ist die Lust des Wieners an den Ingredienzien der Perlen der
Wachau, des Südburgenlandes oder des Buschens am Fensterbankerl.
Aber doch... Ambros ist Moser ohne zu nuscheln, zu poltern oder mit kreisenden
Armbewegungen der Hektik anheim zufallen. Leichtfüßig tanzt Ambros mit der Essenz der
Lieder die Hans Moser über Wien gesungen hat. Es liegt darin die gesamte Wehmut, den
Freuden an den kleinen Sünden, den berauschenden Substanzen, dem goldenen Wienerherz
wieder Leben zu geben.
Niemand anderer als Wolfgang Ambros hätte überhaupt die Aufnahmeprüfung bei Moser bestanden,
wenn diese die Vorraussetzung für die nun vorliegende CD-Produktion gewesen wäre.
Die Idee dazu hatten die Musiker des Ambassade Orchester Wien. Der Kontakt zu Wolfgang
Ambros lief über die Schauspielerin Gigga Neunteufel. Die wiederum, ist familiär mit Ambros´
zweitem Wohnzimmer, dem Lokal ,Nikodemus´in Purkersdorf verbunden. Und so schließt sich
der Kreis, denn Wolfgang Ambros kam auf Christian Kolonovits zu....
Die beiden kannten sich seit der ,Fäustling´- Uraufführung im Jahre 1973 und ab diesem
Zeitpunkt war am Backcover der Ambros-LP´s oft ,Produziert von Christian Kolonovits´zu lesen.
Kolonovits reaktivierte seine Sammlung alter Mikrophone um den Klang der Aufnahmen so
authentisch wie möglich auf die Festplatte zu bringen. Das Orchester streicht und streift
meisterhaft durch die eigene Idee und Wolfgang Ambros durfte schließlich auf den Gesangsspuren
einziehen. Bei drei Titel mit Herrn Fendrich als Untermieter.
Was es wurde, bringt Christian Kolonovits im CD-Booklet am Punkt: , Hans Moser fungiert
als Flaschengeist und erfüllt uns fast jeden Wunsch. Er sang mit Wolfgang Ambros und tanzte
mit dem Orchester. In den Pausen erzählt er uralte Geschichten. Nur ,nuscheln´wollte er
nicht mehr.
Gut so, denn der 38er hat ja auch schon seit Ewigkeiten keine offenen Plattformen mehr,
wenn er in Grinzing seine Schleife dreht und dass ,Kasteln aus Metall´die Schaffner schon
längst ersetzt haben, wissen wir auch. Aber das ist eine andere Geschichte.
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© Copyright 2003 homebase-records, Christian Kolonovits Ges.m.b.H. |
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