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"Tales From The Secret Forest"

John KELLY & Maite ITOIZ

„Tales From The Secret Forest“

Es gibt ein paar auffällige Gemeinsamkeiten im Leben von John Kelly & Maite Itoiz: Beide entstammen
Künstlerfamilien, beide singen und spielen Gitarre, beide zählen in ihrem Feld zu Europas Top-Stars und
beide sind vernarrt in ihren Hund Haritz. Wären ihre Väter nicht so musikbegeistert gewesen, hätten sie sich
wohl nie getroffen. Bei ihrer ersten Begegnung war Maite erst ein Jahr alt. „1976 zogen meine musikalische
Familie und ich nach Pamplona“, erinnert sich John. „In der baskischen Stadt eröffneten wir eine Bar, wo die
besten Musiker der Gegend aufspielten. Da lernten wir Maites Vater, den Flamenco-Gitarristen Carlos Itoiz,
kennen. Wenig später gab er meinen Schwestern Gitarrenunterricht. Als ich Maite das erste Mal sah, stiegen
ihre Eltern aus einem alten Citroen 2 CV, dabei hielt ihre Mutter die kleine Maite im Arm.“

Fünf Jahre später kam es zum zweiten Treffen. „Wir waren auf Reisen durch Europa gewesen und kehrten
1981 nach Pamplona zurück,“ berichtet John. Inzwischen war Maite sechs Jahre alt. Während sie sich an die
erste Begegnung natürlich nicht erinnern kann, hat sie das zweite Wiedersehen noch vor Augen. „John war
schon ein großer Junge, er beschützte mich vor zwei Kindern, die mich ärgerten“, erzählt sie lebhaft. John
weiß sogar von einem Heiratsantrag, den ihm die Kleine machte. „Wir trafen uns in der Küche und Maite
sagte zu mir: ,Ich werde dich heiraten!‘“ An diesen frühreifen Wunsch hat seine heutige Ehefrau zwar keine
Erinnerung mehr, doch eines ist Maite im Kopf geblieben: „Er war sehr attraktiv!“

John und seine musikalische Familie reisten weiter, doch John musste immer wieder an die Begegnung mit
der kindlichen Tochter des Weltklasse-Gitarristen Carlos Itoiz denken. „Sie hinterließ einen starken Eindruck
in mir“, lächelt er. Es vergingen viele Jahre bis die beiden Talente sich wieder über den Weg liefen. „1995
nahmen wir gerade eine Fernsehshow auf, ich war sehr nervös. Zudem hatte ich Fieber. Wir konnten kaum
miteinander sprechen“, bedauert John noch heute. Maite verfolgte seine Entwicklung aus der Ferne. „Die
Familie schickte mir ihre Alben und Videos. Auf den Covers habe ich immer John gesucht und stets gedacht:
Was für ein heißer Typ!“

Am Ende waren es Johns Geschwister, die dem Schicksal auf die Sprünge halfen. „Meine Schwestern hatten
etwas gespürt. Sie luden Maite 1997 ein, bei uns die Ferien zu verbringen.“ Nie zuvor war die Musikstudentin
allein verreist. „Es war das erste Mal, dass mich mein Vater gehen ließ“, entsinnt sie sich. „John und ich
redeten viel und kamen uns näher, aber ich war total unerfahren und wusste nicht, was das bedeutet.“ John
dagegen sah mehr in ihren Gesprächen: „Für mich war es ernster!“ Wieder waren es Johns Schwestern, die
den entscheidenden Anstoß gaben. „Sie fragten mich: Was hältst du von Johnny?“, lacht Maite. „ Langsam
merkten wir, wir wollten mehr als bloße Freundschaft. Wir hatten Feuer gefangen! Durch geschicktes Fragen
fanden wir heraus, dass wir beide Singles waren. Als ich merkte, dass es ernster wurde, spürte ich
Schmetterlinge im Bauch. Vier Jahre später heirateten wir. Zuvor hatte John bei meinem Vater um meine
Hand angehalten. Am 24. Juni 2001 gaben wir uns in einer romanischen Kirche zu mittelalterlicher Musik das
Ja-Wort.“

Seither führen John Kelly & Maite Itoiz eine Ehe, in der zwei Welten zueinander finden. „Ich komme von der
klassischen Musik. Zuhause spielte mein Vater Flamenco, meine Mutter war Sängerin. Als Kind habe ich
alles aufgesaugt,“ sagt Maite, die ihr Gesangs- und Gitarrenstudium mit Auszeichnung abschloss und dazu
auch Jazz- und Flamencogitarre studierte. Sie sang Opern wie etwa „Il Trovatore“. „La Sonnambula“, „La
Favorita“ zusammen mit Sängern wie Juan Diego Flórez, Daniella Barcellona, Maria Jose Moreno und
weiteren Weltstars der Oper. Ihre Liederabende (in Französisch und Spanisch) und Oratorien führten sie ins
In- und Ausland. Die Baskin wurde als Gast für zahlreiche Plattenaufnahmen und Galas eingeladen,
inzwischen zählt sie zu den profiliertesten Sopranistinnen Spaniens. Seit ihrem ersten Solo-Album vor drei
Jahren arbeitete sie zudem als Produzentin und Arrangeurin für zahlreiche andere Künstler.

John Kelly kommt bekanntlich von Folk, Pop und Rock. Zwischen seinem siebten und 15. Lebensjahr sang er
als Frontmann der Kelly Family und avancierte zu einem der erfolgreichsten Popstars Europas. Er ist auf 25
Alben zu hören (Compilations nicht mitgezählt), von denen bislang zwanzig Millionen Stück verkauft wurden.
John trat vor 18 Millionen Konzertbesuchern in den USA, Asien, Afrika und Europa auf. Das größtes Konzert
fand ihn Wien vor 250.000 Menschen statt. Zu seinen Duettpartnern zählten Namen wie Pavarotti, José
vCarreras, Lionel Richie und Joe Cocker. Die Kelly Family bekam mehr als zweihundert Gold- und Platin-
Alben sowie Echo, Bambi, die Goldene Kamera und mengenweise weiterer Auszeichnungen. Parallel
seiner Karriere als Musiker arbeitete John als Produzent, Kameramann, Video- und Filmregisseur, Komponist
und Manager.

Die gründliche Ausbildung sollte sich auszahlen. Nachdem die Wege der Kelly Family sich getrennt hatten,
begann John, seine Frau zu managen. „Die Welt der Klassik ist sehr interessant für mich! Ich hatte Respekt
vor klassischer Musik, aber ich habe sie nie verstanden. Durch Maite begann ich, mich für Operngesang
interessieren.“ Das erste gemeinsame Projekt war Maites Solo-Album „Bello Puccini“ (2003), auf dem sie die
eindrucksvollen Arien von Giacomo Puccini singt. Das Album bekam glänzende Kritiken. „Die Platte gab uns
genug Selbstvertrauen, um zu sagen, jetzt können wir unser eigenes Album aufnehmen“, so John.

Die Rede ist von „Tales From The Secret Forest“, einem Werk, in dem die beiden Ausnahmekünstler sich
glänzend ergänzen. „Die Fusion unserer Welten geschah spontan“, betont John, der bereits seit den späten
Achtzigern eigene Songs komponiert. „Mir fällt es leichter, langsame Songs zu schreiben“, verrät der
Rotschopf. Er regte seine Frau an, mehr eigene Titel zu erarbeiten. „Johnny kaufte mir ein professionelles
Aufnahmegerät und forderte mich auf, meine Ideen mitzuschneiden.“

Auf „Tales From The Secret Forest“ finden John Kelly & Maite Itoiz ihre gemeinsame musikalische
Sprache. „The Secret Forest“ etwa ist ein kraftvoller keltischer Folksong mit stimmungsvoller Harfe und
tanzendem Cello. Der perfekte Rahmen für ein romantisches Liebesmärchen, das die Beiden im Duett
erzählen. „Freedom“ beruht auf sanften Geigen, eindringlichen Gitarren und imposanten Trommeln, zu denen
die Sopranistin einen hymnischen Chorus anstimmt, inspiriert von mittelalterlichen Kriegen um Ländereien.
„Hey Little Girl“ ist eine gefühlvolle Liebesballade zu geschmackvollen Gitarren und gezupften Geigen, für
John & Maite in einen gesungenen Dialog treten. Das griffige „Scandals“ enthält treibenden Folkrock mit
vorwärtsdrängenden Bass und Drums, Breitwand-Gitarren und einem Refrain, in dem die Sopranistin ihre
ganze stimmliche Kraft ausspielt. Eine völlig andere Stimmung verbreitet „In Memoriam“, ein klassisches
Trauerlied mit feierlichen Orchesterklängen, in denen die Zwei allen Opfern von Gewalt gedenken,
insbesondere den Toten und Verletzten des 11. März 2004 in Madrid. Für „Ich bekenne meine Schuld“
verbinden John & Maite elektronische Synthis und gregorianischen Gesang. Dabei singt La Itoiz mit ihrem
glockenhellen Organ lateinische Verse, während John in seinem Bariton die deutschen Worte beisteuert. Für
das klangvolle „Corazón Herido“ wählt das Paar die spanische Sprache, während Maite eine stilvolle
Flamenco-Gitarre zupft.

Auf „Tales From The Secret Forest“ sind ein volles Sinfonieorchester und erstklassige internationale Solo-
Musiker zu hören. Die Kombination ihrer beiden Welten wurde produziert, performed, komponiert und
arrangiert von John & Maite, die sich zudem auch noch um das graphische Design kümmerten. Als
Executive-Producer und Manager fungierte, wie schon bei dem Welterfolg „Over The Hump“ der Kelly Family,
Mike Ungefehr. „Tales From The Secret Forest“ spannt den Bogen von sanfter Romantik zu stimmungsvoll
feierlichen Momenten, spielerisch verträumte Parts wechseln mit wehmütig eindringlichen Passagen –
gleicht das Album einer Reise durch die Landschaft der Gefühle. Möglich wurde diese Reise erst durch eine
starke Beziehung. „Es begann mit einer Freundschaft, aus der Liebe erwuchs“, resümiert John. „Unsere
Liebe mündete in Heirat, die uns schließlich zur Musik führte.“

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© Copyright 2003 homebase-records, Christian Kolonovits Ges.m.b.H.

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