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„Ein musikalisches Meisterwerk von Christian Kolonovits!“ (Kurier – 11.Sept.2004)
Die musikalische Visualisierung von Christian Kolonovits, der mit dem breiten musikalischen Spektrum der Volksgruppen in Berührung gekommen ist. Auch wenn er die Melodien unangetastet lässt, verändert er mit Harmonie und Rhythmus die Vielfältigkeit der pannonischen Musik so, dass diese förmlich unter die Haut geht.
Inhalt:
Ein junger Amerikaner namens Joesi kommt nach dem Tod seines Großvaters zum ersten Mal ins Burgenland. Der Großvater war vor vielen Jahren ausgewandert, hatte aber innerlich nie mit der alten Heimat abgeschlossen. Sein ganzes Leben lang war er von Heimweh geplagt, trotzdem kehrte er nie in das Land seiner Jugend zurück. Er schrieb seine Sehnsüchte und Erinnerungen nieder und verschloss sie in einem alten Koffer. Nach dem Tod des alten Mannes erbt sein Enkel diesen Koffer und einen Brief, in dem der Großvater Joesi auffordert, ins Land seiner Vorfahren zu reisen, um dort seine Wurzeln aufzuspüren.
Unwillig macht sich Joesi auf die Reise. Bald nach seiner Ankunft trifft er eine geheimnisvolle Frau: Vila. Sie bietet ihm an, ihn auf der Suche nach der Welt des Großvaters zu begleiten. Vila erzählt Joesi alte Geschichten, die ihm fremd sind und trotzdem viel mit seinem Leben zu tun haben. Sie führt ihn zu Menschen, die ihn mit ihren Bräuchen und Liedern bekannt machen. Auf ihrem Weg treffen sie auf den Kroaten „Williaungl“. Die Begegnung mit ihm wird zu einem Schlüsselerlebnis für den jungen Amerikaner. Joesi beginnt sich für die Menschen zu interessieren und verspürt erstmals selbst den Wunsch seine Wurzeln zu finden.
Allmählich erwachen in Joesi bisher ungekannte Gefühle. Er fühlt sich immer mehr zu Vila hingezogen; bevor es aber Liebe wird, lüftet sie ihre wahre Identität als Wildfrau und macht ihm klar, dass es für sie beide keine gemeinsame Zukunft geben kann. Immer deutlicher vermeint Joesi zu spüren, dass er in der Beziehung zu seinem Großvater vieles versäumt habe. Sein bisheriges Leben scheint ihm unbefriedigend, er will wieder abreisen und den Koffer, den er mitgebracht hat, gar nicht öffnen. Doch der Williaungl hält ihn zurück. Er vermittelt ihm die Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, die Nähe zu seinem Großvater zu suchen: Gerade durch die Aufzeichnungen des alten Mannes könne er diesem auch nach seinem Tod nahe sein. Joesi öffnet den Koffer schließlich doch und macht so den Schritt in die gemeinsame Vergangenheit. Jetzt begreift er, dass er nur über die Begegnung mit den Menschen in der alten Heimat seines Großvaters auch seine Wurzeln finden kann. Er beginnt mit den Menschen des Landes gemeinsam zu musizieren und findet so Aufnahme in der Gemeinschaft. Nun hat auch Vila ihre Aufgabe erfüllt und verlässt Joesi. Dieser aber hat ein neues Heimatgefühl gefunden und lässt das in einem Lied aus seiner Musikwelt erklingen: Coming Home.
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